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Burson-Marsteller-Studie: Krisenmanager fürchten Social Media-Effekt

Pressemitteilungen • 27. Oktober 2011
  • Social Media machen Kommunikation in Krisenzeiten deutlich komplizierter
  • Unternehmen sind auf digitales Krisenmanagement nicht ausreichend vorbereitet
  • Krisenpläne können helfen, finanziellen Schaden durch Krisen zu reduzieren

 

Frankfurt, 27. Oktober 2011 – Social Media erschweren Unternehmen das Management von Krisen. Rund zwei Drittel der Entscheider meinen, dass Plattformen wie Facebook und Twitter die Kommunikation in Krisenzeiten komplizierter machen. Ebenso viele befürchten deutlich höhere Kosten durch soziale Netzwerke. Trotzdem verfügt nur etwa die Hälfte der Unternehmen über einen Krisenplan. Dabei kann eine gezielte Vorbereitung helfen, die Reputation zu schützen und Umsatzverluste zu vermeiden. Dies sind zentrale Ergebnisse einer Studie der internationalen Kommunikationsagentur Burson-Marsteller, für die mehr als 800 Manager befragt wurden.

Rund zwei Drittel (65%) geben an, dass Krisenkommunikation durch die neuen digitalen Medien schwieriger zu steuern sei. Diese Erkenntnis führt allerdings nicht zu einer besseren Vorbereitung auf Krisen: Nur 54 Prozent der Unternehmen haben laut Studie einen Krisenplan. Dementsprechend hält fast die Hälfte der Entscheider (47%) die bestehende Krisenplanung in ihrem Unternehmen für lückenhaft. Insbesondere sehen nur 38 Prozent dabei Social Media und deren Auswirkungen auf die Kommunikation ausreichend berücksichtigt. Für die Zukunft erwartet knapp die Hälfte (49%), dass Unternehmen durch den Einfluss neuer Medien noch verwundbarer werden.

„Die Sorgen der Verantwortlichen kann ich nachvollziehen“, sagt Karl-Heinz Heuser, CEO von Burson-Marsteller Deutschland. „Die steigende Popularität der Social Media definiert viele Spielregeln des Krisenmanagements neu. Bei Twitter oder Facebook handelt es sich nicht nur einfach um neue Kanäle, sondern um Kommunikationsnetze mit eigener Kultur und eigenen Gesetzen. Allerdings lässt sich mit vorausschauender Planung der Schaden für Marke und Unternehmen leicht reduzieren.“

Die Studie zeigt, dass Unternehmen mit umfassender Vorbereitung besser durch Krisenzeiten kommen als solche, die keine Vorkehrungen treffen. So mussten nur 30 Prozent der Unternehmen mit Krisenplan als Folge von Krisen Umsatzeinbußen hinnehmen. Dagegen verzeichneten 41 Prozent der Unternehmen ohne ausreichende Vorbereitung deutliche finanzielle Verluste im Krisenfall. Dabei sieht die überwältigende Mehrheit der Befragten (81%) in den Social Media auch Chancen für die Krisenkommunikation der Unternehmen. Mehr als die Hälfte (55%) geht davon aus, dass die sinnvolle Einbindung digitaler Medien zu einer rascheren Erholung nach einer Krise beiträgt.

„Wer Social Media richtig einsetzt, kann die komplexer gewordene Medienlandschaft auch in der Krise nutzen, um Unternehmenswerte zu schützen“, so Heuser. „Dafür ist allerdings in vielen Unternehmen ein Umdenken nötig. Krisenprävention, Krisenszenarios und Maßnahmenpläne sollten stärker als bisher Social Media und deren Eigenheiten berücksichtigen.“

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

 

Über die Studie

Das Marktforschungsinstitut Penn Schoen & Berland (PSB) befragte zwischen Mai und Juni 2011 im Auftrag von Burson-Marsteller 826 Entscheidungsträger in Europa, Nordamerika, Asia-Pacific und Lateinamerika. Bei den Befragten handelt es sich um Führungskräfte und Unternehmer über 25 Jahre. Die Befragten arbeiten zu gleichen Teilen für große Unternehmen und KMUs. Die Daten wurden nach dem regionalen BIP gewichtet.

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